[Intro] Kein Thron aus Gold, kein Spiegel voller Lügen. Ich brauch kein Reich, um nicht mehr zu knien. [Verse 1] Sie hätten mich gern glänzen sehen, damit der Bruch darunter schweigt. Ein Kleid aus Licht, ein schöner Satz, ein Lächeln, das die Zähne zeigt. Doch ich steh hier in schwarzem Stoff, mit Staub am Saum und klarem Blick. Ich tausche meine Wahrheit nicht für einen höflichen Applaus zurück. [Pre-Chorus] Wer Würde nur in Kronen sucht, hat nie die kalten Nächte gekannt. Manchmal ist ein aufrechter Rücken mehr als jedes goldne Land. [Chorus] Kein Thron aus Gold, ich setz mich nicht auf falschen Schein. Ich will nicht über andere stehen, ich will nur wieder meine sein. Kein Thron aus Gold, kein Glanz, der meine Wunden schminkt. Ich brauche keine Macht von außen, wenn meine Stimme wieder klingt. [Verse 2] Im Rathaus hängen leere Rahmen, die Namen längst vom Staub verdeckt. Dort saßen früher fremde Richter, die haben viel zu viel bezweckt. Ich geh an ihren Tischen vorbei, mein Absatz hallt im Marmorsaal. Ich war oft Angeklagte hier, doch heute fehlt mir jede Wahl. [Pre-Chorus] Ich sprech mich nicht von allem frei, ich sprech mich endlich selber an. Und was ich nicht mehr tragen will, leg ich auf diesen Boden dann. [Chorus] Kein Thron aus Gold, ich setz mich nicht auf falschen Schein. Ich will nicht über andere stehen, ich will nur wieder meine sein. Kein Thron aus Gold, kein Glanz, der meine Wunden schminkt. Ich brauche keine Macht von außen, wenn meine Stimme wieder klingt. [Bass Break] Tiefer Bass im leeren Saal, Drums wie Schritte über Stein. Ich heb den Kopf, ich geh hinaus, ich lasse jedes Urteil sein. [Bridge] Keine Hand küsst meinen Ring, kein Volk ruft meinen Namen. Ich bin nicht groß, weil andre fallen, ich bin groß, weil ich mich tragen kann. [Final Chorus] Kein Thron aus Gold, ich wähle Staub und offnen Wind. Ich will nicht glänzen wie ein Denkmal, ich will wissen, wer ich bin. Kein Thron aus Gold, kein fremder Blick macht mich komplett. Ich brauche keine Macht von außen, wenn meine Stimme mich jetzt rettet. [Outro] Der Saal bleibt leer, die Rahmen blind, der Staub legt sich zurück. Ich gehe ohne Krone fort, und nenne das mein Glück.